Smartphones erlangen eine immer größere Bedeutung in unserer heutigen Zeit. Durch das einfache Kaufen und Installieren von Apps kann das Smartphone enorm personalisiert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Da es für fast jede vorzustellende Situation eine passende App gibt, werden zukünftig Smartphones die Funktion bisher etablierter Geräte übernehmen und dessen Funktionen in sich vereinen. Folgende Auflistung gibt eine Ausblick darauf, welche Hilfsmittel und Notwendigkeiten zukünftig von Smartphones abgelöst werden könnten:
1. Satellitengestützte Navigationssysteme
Besitzt man ein Smartphone der neuen Generation (Android, Nexus One und vergleichbare Geräte) sind diese von Hardware-Hause aus mit einem GPS-Modul ausgestattet und können den aktuellen Standort des Benutzers auf bereits oder nachträglich installiertem Kartenmaterial anzeigen.

Mobile Navigation
Somit wird das im Auto fest installierte Navigationsgerät durch ein Smartphone ersetzt, das beim Verlassen des Autos mitgenommen und als Navigationsgerät in der Fußgängerzone weiter genutzt werden kann.
2. Der Morgenwecker
Per App kann das Smartphone im Nu zu einem Alarmwecker mit verschiedenen Wecktönen umfunktioniert werden. Ob man sich mit einem klassischen Klavierstück, mit einer sanften Meeresbrise oder per schrillem Gekrächze, das einen nahezu aus den Federn schmeißt, aufwecken lässt, ist dem persönlichen Geschmack und Bedürfnissen des Besitzers überlassen.

Wecker
3. Fernbedienung
Fernseher, Stereoanlagen und Abspielgeräte wie DVD- oder BluRay-Player wurden lange Zeit mit einer separaten Fernbedienung über Infrarot bedient. Heutzutage übernimmt die Aufgabe der Bedienungs-Zentralisierung noch eine Fernbedienung wie die Logitech Harmony (Amazon), morgen könnte dies aber schon von einem Smartphone mit der entsprechenden App sein. Da auch im Multimedia-Bereich und somit auf unseren heimischen Geräten verstärkt Technologien wie Bluetooth oder das gute alte Internet Protocol (IP) Einzug halten, liegt der Schritt zur Steuerung einer Vielzahl von Geräten durch ein ebenfalls mit dem IP ausgestattetem Smartphone nicht weit. Neueste Samsung Fernseher unterstützen bereits die IP-Technologie und somit ist es ein leichtes den Fernseher Bestandteil des heimischen (W)LAN zu machen und diesen per App zu bedienen. Anbei ein Video, wie zukünftig die Bedienung des “Heimkinos” aussehen könnte:
4. Brieftasche
Wer kennt es nicht. Die Brieftasche ist prall gefüllt mit Münzen, die man eigentlich garnicht haben will, weil man damit eh nicht zahlt. Zudem hängt sie durch das Gewicht der Münzen tief in der Hosentasche und wenn man mal etwas Bezahlen möchte, sucht man fieberhaft im Münzenmeer nach dem passenden Kleingeld. Wenn man es passend findet gut – wenn nicht, bezahlt man mit einer größeren Münze oder Schein und bekommt noch mehr Kleingeld zurück.
Wer träumt da nicht von einer Bezahlmethode, die völlig bargeldlos, sicher und unkompliziert ist? Mit Smartphones und einer entsprechenden Applikation ist das bargeldlose Bezahlen möglich und auch sicher. Folgendes Beispielvideo zeigt, wie das von statten gehen könnte:
Der zu zahlende Betrag wird dabei als QR-Code auf die Rechnung gedruckt, im Anschluss per Smartphone-Kamera abfotografiert (Digitalisierung) und dem Käufer als Betrag wieder angezeigt. Der QR-Code enthält darüber hinaus weitere Informationen wie die Angabe des PayPal-Kontos des Begünstigten oder dessen Kontodaten (Bank, Bankleitzahl, Kontonummer). Der Käufer kann daraufhin per PayPal- oder Mobile Banking-App eine Bezahlung veranlassen und den Betrag begleichen.
5. Autoschlüssel
Bereits jetzt gibt es schon die Möglichkeit per Smartphone ein verschlossenes Auto aus naher Distanz zu öffnen und die Zündung zu starten, sobald der Fahrer seinen Platz eingenommen hat. Der japanische Autohersteller Nissan und Japans größter Mobilfunkanbieter NTT Docomo haben diese Technologie in Smartphones integriert und erfolgreich getestet. Die Freie Universität Berlin und appirion sind sogar schon einen Schritt weiter gegangen und haben das Lenken eines Autos auf ein Smartphone übertragen – Video anbei:
6. USB-Stick, Festplatten und Speicherkarten
Der zur Verfügung stehende Speicherplatz auf Smartphones wächst stetig. Das erste iPhone bot 8GB Speicherplatz, die neuesten Modelle und weitere vergleichbare Endgeräte sind mit 16 bzw. 32GB ausgestattet. Da liegt die Überlegung nahe, das Smartphone als Datenträger zu nutzen, was USB-Sticks und Festplatten überflüssig machen würde. Die Daten würden darüber hinaus in die “Cloud”, also auf Server mit Anbindung an das World Wide Web ausgelagert und bei Bedarf auf das Smartphone heruntergeladen. Die Synchronisation vor Ort mit anderen Geräten könnte mittels Bluetooth oder WLAN durchgeführt werden.

Smartphone als mobile Festplatte
Sicherlich gibt es noch viele viele andere Geräte, Utensilien oder Anwendungsgebiete bei denen ein Smartphone einen effektiveren oder sinnvolleren Einsatz bieten könnte, so z.B. als elektronischer Türschlüssel (im Urlaub). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und ich bin gespannt, welche Einsatzgebiete für Smartphones sich zukünftig entwickeln und welche Geräte durch Smartphones ersetzt werden. Ich denke, sie werden eine immer bedeutendere Rolle in unserem alltäglichen Leben einnehmen und bald noch unverzichtbarer werden.
via The Next Web


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